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Großbritannien wird Brexit am 29. März beantragen

Ein Mann hängt die EU-Flagge abDie britische Regierung wird am 29. März formal den Ausstieg ihres Landes aus der Europäischen Union beantragen, berichtet die Agentur Reuters unter Berufung auf zwei EU-Vertreter.

Im Laufe des Tages werde London bekanntgeben, dass es den Antrag am Mittwoch in einer Woche auf Grundlage von Artikel 50 der EU-Verträge stellen werde.Sobald der Antrag eingereicht ist, haben Brüssel und London genau zwei Jahre Zeit, die Bedingungen für den Ausstieg Großbritanniens aus der EU zu verhandeln.

Am 23. Juni 2016 hatten 51,9 Prozent der britischen Wähler bei einem Referendum für den EU-Austritt des Landes gestimmt.

Quelle: Großbritannien wird Brexit am 29. März beantragen

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Wer hat tatsächlich die größte Angst vorm Brexit? Und warum?

14. Mai 2016 Kommentare aus

BrexitVon Don Quijones

Eine der offenkundigen aber oft übersehenen Ironien der Brexit-Debatte ist die Tatsache, dass Großbritannien einer der größten Profiteure der Erschaffung des Euros war – obwohl sie kein Mitglied der Eurozone sind und von der Einheitswährung rein gar nichts halten. Die Wirtschaft Großbritanniens hat gewiss mehr profitiert, als die meisten Volkswirtschaften der Eurozone.

Seit 2001 ist Großbritanniens Anteil an den Schlüssel-Finanzmärkten regelrecht explodiert. London beheimatet nun fast die Hälfte des gesamten weltweiten Zins-OTC-Derivatemarktes, verglichen zu 35 % im Jahr 2001. Sein Anteil am globalen Forex-Umsatz stieg zwischen 2001 und 2014 von 33 % auf 41 % und sein Anteil an globalen Hedgefond-Wertanlagen verdoppelte sich von 9 auf 18 %.

Fast 2,2 Millionen Menschen arbeiten im Bereich Finanzdienstleistung und den damit in Verbindung stehenden Dienstleistungsbereichen, wie Buchhaltung und Juristerei, zwei Drittel davon außerhalb Londons, so eine Studie der Finanzdienstleistungs- und Lobbygruppe CityUK. Sie erarbeiten fast 12 % des britischen BIP, 11 % der Steuereinnahmen und einen Handelsbilanzüberschuss von £ 72 Milliarden [rund € 91,5 Milliarden].

Finanzdienstleistungen machten seit 2007 ein Drittel der Direktinvestitionen aus dem Ausland aus, wobei das Meiste davon aus der EU kam. Dies sind einige der Gründe, warum das Magazin The Economist die City of London [CoL] jüngst als den Ort identifiziert hat, für den bei der Brexit-Debatte am Meisten auf dem Spiel steht – besonders da die zwei größten Rivalen, Paris und Frankfurt, darum wetteifern einen Teil des Kuchens zu übernehmen. Die Tatsache, dass Frankfurt bereits Heimat des verschwenderischen Hauptquartiers der Europäischen Zentralbank ist, macht es zum wahrscheinlichsten Anwärter.

»In dem unwahrscheinlichen Fall, dass das Vereinigte Königreich ausscheiden würde, wäre Frankfurt eindeutig der Haupt-Nutznießer.«, sagt Hubertus Väth, Geschäftsführer der Standortinitiative Frankfurt Main Finance. »Eine ganze Reihe an Akteuren haben sich vorbereitet. Fragen Sie mich nicht nach Namen, denn niemand möchte diesbezüglich zitiert werden. Aber wir wissen von einer ganzen Reihe von Spielern, dass sie bereits Pläne für ein derart unwahrscheinliches Ereignis haben.«…

Quelle und weiter: Wer hat tatsächlich die größte Angst vorm Brexit? Und warum?

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