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Posts Tagged ‘Analyse’

Die USA treiben weitere Keile zwischen Russland und Europa

ZEIT-Fragen: 

von Prof. Eberhard Hamer

Vor einer Woche hat das amerikanische Aussenministerium eine neue Sanktionsliste gegen Russ­land vorgelegt. Damit erfüllt es eine Vorgabe, die am 2. August unter dem Namen CAATS (Countering America’s Adversaries Through Sanctions Act) von Präsident Trump unterzeichnet worden war. Diese Verordnung tritt nun am 29. Januar 2018 in Kraft und bringt einen neuen Angriff des Wirtschaftskrieges gegen Russland, welcher nicht nur russische Firmen betrifft, sondern auch vor allem europäische, die mit sanktionierten russischen Betrieben Geschäfte machen.
Dieser neue verschärfte Wirtschaftskrieg liegt ganz im Trend von Trumps «Amerika zuerst». So geht es zum Beispiel bei den Sanktionen gegen die russischen und deutschen Firmen, welche sich an der North Stream-Pipeline beteiligen, erklärtermassen darum, dass man Europa vom russischen Gas abschneiden will, damit Europa das teurere amerikanische Flüssiggas beziehen muss, welches zurzeit überreichlich vorhanden und anderweitig nicht absetzbar ist. Entsprechend soll die North Stream-Leitung auf halber Strecke abgebrochen werden, indem man die beteiligten deutschen Firmen ebenfalls mit Sanktionen bedroht, um sie von der weiteren Beteiligung abzuhalten.
Alle amerikanischen Sanktionen sind nämlich in den USA beliebig bestrafbar, weil die amerikanische Justiz alle Geschäfte in der Welt unter amerikanisches Recht stellt, die in Dollar fakturiert oder mit Hilfe des Dollars durchgeführt werden. Wo also der Dollar verwendet wird, ist amerikanisches Rechts- und Herrschaftsgebiet und können deshalb die europäischen Firmen beliebig nach amerikanischem Recht verurteilt und ausgebeutet werden. Allein VW musste für die speziell gegen den Dieselmotor eingeführten US-Normvorschriften bereits 25 Milliarden Euro an die amerikanische Justiz abführen, die deutsche Bank mehr als 10 Milliarden, die anderen internationalen Konzerne Beträge in unterschiedlicher Höhe.

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Pentagon gesteht: USA verlieren militärischen Vorrang an Russland

17. November 2017 13 Kommentare

US-Soldaten in Afghanistan

Die USA verlieren laut dem Generalstabschef der US-Streitkräfte Joseph Dunford ihren Vorrang vor Russland und China. Einen Videoausschnitt aus seiner Rede an der Tufts University im US-Bundesstaat Massachusetts verbreitete das Pentagon.
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Dunford betonte demnach, dass Russland, China und andere Länder die US-Methoden der Kriegführung seit dem Krieg von 1990 am Persischen Golf untersucht hätten. Sie sollen eigene Möglichkeiten und Strategien erarbeitet haben, die den Vorteil der amerikanischen Streitkräfte auf ein Mindestmaß einschränken.Moskau und Peking haben ihre Finanzmittel und Ressourcen Dunford zufolge auf Bereiche wie die elektronische Kriegführung, Cybermöglichkeiten, den Kampf gegen Satelliten sowie ballistische Schiffsabwehrraketen und —marschflugkörper konzentriert. All diese Systeme seien dafür bestimmt, die US-Amerikaner daran zu hindern, ihre Macht auf die Regionen Pazifik und Europa auszuweiten und ihren Verpflichtungen gegenüber Verbündeten nachzukommen.

„In den letzten zehn bis 15 Jahren schwammen unsere Vorteile im Waffenbereich fort. Unser Vorrang ist nicht mehr so überzeugend, wie er vor Jahren war“, sagte der Generalstabschef.

Er äußerte zugleich die Zuversicht, dass Russland keinen Krieg gegen die USA oder die Nato entfesseln werde. Stattdessen habe Moskau in den letzten Jahren vor allem seinen politischen Einfluss, wirtschaftlichen Druck sowie Informationsressourcen für die Durchsetzung eigener Interessen genutzt.

Quelle: https://de.sputniknews.com/panorama/20171117318330124-pentagon-usa-militaerischer-vorrang-russland/

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Die Rekolonialisierung Afrikas durch endlosen Krieg

Dan Glazebrook

„Washington betreibt in Afrika ein grausames Schutzgelderpressungssystem, das gleichzeitig die Bedingungen für bewaffnete Gruppen schafft, damit sie gedeihen können, und gleichzeitig Schutz gegen sie anbietet.“

Vor sechs Jahren, am 20. Oktober 2011, wurde Muammar Gaddafi ermordet und reihte sich ein in die lange Liste von afrikanischen Revolutionären, die vom Westen gemartert wurden, weil sie es wagten, von kontinentaler Unabhängigkeit zu träumen.

Zuvor war Gaddafis Heimatstadt Sirte durch vom Westen unterstützte Milizen besetzt worden, nachdem die NATO und ihre „rebellischen“ Verbündeten die Spitäler und Wohnbauten der Stadt mit Artillerie zusammengeschossen, das Wasser und die Elektrizität abgeschnitten und öffentlich ihre Absicht bekundet hatten, [die Stadt] „in die Unterwerfung zu hungern“. Die letzten Verteidiger der Stadt, unter ihnen Gaddafi, flüchteten an diesem Morgen aus Sirte, aber ihr Konvoi wurde von Kriegsflugzeugen der NATO aufgespürt und angegriffen, wobei 95 Menschen getötet wurden. Gaddafi entkam dem Trümmerfeld, wurde aber kurz darauf gefangen. Ich erspare Ihnen die grässlichen Details, die die westlichen Medien schadenfroh als triumphalen Pornofilm über die ganze Welt verbreiteten. Es genügt zu sagen, dass Muammar Gaddafi gefoltert und schließlich erschossen wurde.

Wir wissen jetzt, wenn man der Aussage von Mahmoud Jibril, dem wichtigsten libyschen NATO-Verbündeten, glauben kann, dass es ein ausländischer Agent war, wahrscheinlich ein Franzose, der die tödliche Kugel abgefeuert hat. Sein Tod war der Höhepunkt nicht nur einer siebenmonatigen NATO-Aggression, sondern einer Kampagne gegen Gaddafi und seine Bewegung, die der Westen seit über drei Jahrzehnten geführt hatte.

„Es war ein ausländischer Agent, wahrscheinlich ein Franzose, der die tödliche Kugel abgefeuert hat.“

Doch es war auch die Eröffnungssalve in einem neuen Krieg – einem Krieg für die militärische Rekolonialisierung Afrikas.

Das Jahr 2009, zwei Jahre vor der Ermordung Gaddafis, war für die Beziehungen zwischen den USA und Afrika von zentraler Bedeutung. Zum einen, weil China die USA als größter Handelspartner des Kontinents überholte und zum anderen, weil Gaddafi zum Präsidenten der Afrikanischen Union gewählt wurde…..

Quelle und weiter: http://antikrieg.com/aktuell/2017_11_11_dierekolonialisierung.htm

„Es sieht schlecht aus“: General zu US-Aussichten in einem Krieg gegen Nordkorea

Nordkoreanische ArmeeIm Falle eines bewaffneten Konfliktes mit Nordkorea werden die USA laut dem Ex-Vizebefehlshaber der US-Einheiten in Südkorea, Generalleutnant a. D. Jan-Marc Jouas, in eine sehr schwierige Lage geraten, da die nordkoreanischen Truppen das US-Kontingent zahlenmäßig übertreffen werden.

Wie Jouas in einem von Ted Lieu, Mitglied des Repräsentantenhauses, veröffentlichten Schreiben an US-Kongressleute von der Demokratischen Partei betonte, wird der Feind im Falle eines Konfliktes eine „riesige zahlenmäßige Überlegenheit“ gegenüber dem US-Militärkontinent haben, das 28.500 Soldaten zähle.

„Im Unterschied zu allen Konflikten seit dem Koreakrieg werden wir keine Möglichkeit haben, unsere Kräfte bis zum Beginn der Kampfhandlungen zu stärken“, so der General.

Die Verlegung von Unterstützungstruppen samt Munition und Ausrüstungen würde in dieser Situation mehrere Monate in Anspruch nehmen. Zugleich könnten die Basen, auf denen diese vor ihrer Entsendung an die Frontlinie stationiert sein würden, mit konventionellen oder chemischen Waffen angegriffen werden.

Sogar unter idealen Bedingungen wäre laut Jouas viel Zeit für die Vernichtung von nordkoreanischen Raketen und Artilleriegeschützen, die Seoul bedrohen würden, erforderlich. In diesem Zeitraum könnte Nordkorea einen beträchtlichen Schaden zufügen.

Indes bezeichnete der General die Variante, in der es den Amerikanern mit dem ersten Schlag gelingen würde, Nordkoreas Atompotential zu vernichten, als „kaum wahrscheinlich“.

Auch ein möglicher Einsatz von Chemie- und Nuklearwaffen durch Nordkorea würde den Schutz Südkoreas sowie die Evakuierung von Zivilisten aus dem Konfliktraum erschweren.

Als weitere Bedrohungen für die US-Truppen bezeichnete Jouas die nordkoreanischen Spezialeinheiten, die eine zweite Front im Rücken der Amerikaner eröffnen könnten, sowie Nordkoreas U-Bootflotte sowie Cyberattacken auf die Truppenleitsysteme.

Quelle: https://de.sputniknews.com/politik/20171111318256852-nordkorea-usa-krieg-aussichten/

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Palastrevolution in Riyad

10. November 2017 1 Kommentar

Während der Krieg gegen Daesch im Irak und in Syrien sich dem Ende nähert und jener gegen das Pseudo-Kurdistan anscheinend vermieden wurde, ergreifen mehrere Staaten im Erweiterten Nahen Osten die Initiative. Unter Ausnutzung der Gestaltmöglichkeiten dieses Augenblicks hat der Kronprinz von Saudi-Arabien Mitglieder der königlichen Familie, die seine Macht in Frage stellen konnten, brutal beseitigt. Damit sind nicht nur die regionalen Kraftverhältnisse durch den Krieg geändert worden, sondern einer der wichtigsten Akteure hat auch seine Ziele geändert.

JPEG - 67.3 kBAm Ende von sieben Kriegsjahren sind ganze Städte in Afghanistan, in Saudi-Arabien, im Irak, Libyen, in Syrien, in der Türkei und im Jemen dem Erdboden gleichgemacht worden, aber keine einzige Grenze wurde geändert.

Eine neue Zeit im Nahen Osten

Die Natur verabscheut das Vakuum, heißt es. Mit dem Ende des „islamischen Emirates im Irak und Syrien“ („Daesch“ laut seinem arabischen Akronym) -, das nacheinander Mosul durch die Schläge der irakischen Armee, Rakka durch die US-Armee und Deir Ez-Zor durch die Befreiung durch die syrische Armee verloren hat – endet auch der Krieg und es beginnt eine neue Zeit. Massoud Barzanis Fehlschlag, die durch die Kurden der KDP geplante Annexion von Kirkuk öffentlich anerkennen zu lassen, macht das Projekt eines neuen Kolonialstaates, des Pseudo-Kurdistans, hinfällig, eines vorgeschobenen Postens der israelischen Armee gegen den Iran.

Während der Erweiterte Nahe Osten zugrunde gerichtet ist, besonders in Libyen, Syrien, im Irak, in Jemen und in Afghanistan, gibt es noch vier Staaten, die in der Lage sind ihre Interessen zu verfolgen: Israel, Saudi Arabien, die Türkei und der Iran. Um diesen Augenblick auszunutzen, müssen sie aber noch vor dem geplanten Gipfeltreffen der APEC zwischen den Präsidenten Wladimir Putin und Donald Trump in Danang (November 8-10) die Initiative ergreifen.

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Über Vier Billionen Dollar in 16 Jahren: Bericht zeigt US-Kriegsausgaben seit 2001

9. November 2017 1 Kommentar

US-Soldat in der syrischen Stadt Darbasiya auf der Grenze zur Türkei

Nach dem Anschlag auf das World Trade Center in New York am 11. September 2001 haben die USA laut einem Bericht des Instituts für internationale Forschung an der Brown University 4,3 Billionen Dollar für Kriege im Ausland ausgegeben.
Wie die Autoren des Berichts schreiben, wird diese Summe bis zum Jahr 2018 auf rund 5,6 Billionen steigen, wenn die aktuellen Konflikte Washingtons andauern. Dabei werde rund eine Billion Dollar für Verpflichtungen zur Behandlung der Kampfteilnehmer ausgegeben.

Dem Bericht zufolge hat jeder amerikanische Steuerzahler binnen der vergangenen 16 Jahre im Durchschnitt 23.365 Dollar für die Kriege der USA gezahlt.

Dabei seien, so die Autoren, ähnliche Berechnungen des Pentagons wesentlich bescheidener. Laut dem US-Verteidigungsministerium hat Washington nach den 9/11-Anschlägen 1,52 Billionen Dollar für Kriege ausgegeben. Jeder Steuerzahler demnach – 7.340 Dollar.

Am 8. November haben die USA Militärausgaben für das Jahr 2018 in Höhe von 700 Milliarden Dollar vereinbart. 4,6 Milliarden davon sollen für die „Zurückhaltung“ Russlands in Europa zugeteilt werden.

Quelle: https://de.sputniknews.com/panorama/20171109318215798-usa-ausgaben-auslandskriege/

Kategorien:Kommentar, Militärpolitik, Nachrichten, Politik Schlagwörter:

n8waechter: Gemengelage

6. November 2017 1 Kommentar

Nun mag diese am gestrigen 5. November 2017 groß ausgebrachte Geschichte um Geldwäsche, Steuerhinterziehung oder anders ausgedrückt “kreativen Vermögenserhalt“ der Betroffenen für einen Aufschrei sorgen oder auch nicht, allerdings mag dies im Gesamtzusammenhang durchaus Bedeutung haben. Ob es sich dabei nur um eins von vielen Puzzlestücken handelt oder gar um ein Signal an diejenigen, welche in der Position sind, das Noch-System zum Einsturz zu bringen, wird sich zeigen müssen.

Dennoch ist es an der Zeit, einmal einen Blick auf die Gemengelage auf der Theaterbühne zu werfen, dies verbunden mit der einen oder anderen Frage. Dabei muss allerdings dringend im Hinterkopf behalten werden, dass es sich bei den im Folgenden aufgeführten Meldungen um Einzelteile des uns allen präsentierten Illusionstheaters handelt, welche letztlich im Gesamtzusammenhang zu betrachten und zu interpretieren sein dürften.

Hinter den Aufdeckungen der “Paradise Papers“ stecken Journalisten des internationalen Netzwerkes investigativer Journalisten (ICIJ), hierzulande sind die SZ und der WDR dabei. Die Namensliste dürfte sich in den kommenden Stunden und Tagen durchaus noch verlängern, jedoch ist diesbezüglich zu betonen, dass diese nun der Öffentlichkeit ins Bewusstsein gebrachten Informationen an sich nichts Neues sind. Die systemischen Strukturen bieten seit Jahrzehnten derartige Möglichkeiten zur kreativen Vermögensverwaltung.

Insofern hier schon einmal die Frage in den Raum gestellt: Was soll das Ganze eigentlich, bzw. welchem wirklichen Zweck dient es?

Und sonst? Welche sonstigen Inszenierungen werden uns auf der großen Bühne der “Welt“ präsentiert?……

 

….. Das “Armageddon“ der Finanzmärkte und die “Apokalypse“ der Theaterbühne steht unmittelbar bevor und die damit einhergehende Wiederherstellung der natürlichen Ordnung wird sich als umfassend heilsam erweisen.

Alles läuft nach Plan …

Der Nachtwächter

Quelle und komplett: http://n8waechter.info/2017/11/gemengelage/