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Pentagon bekommt Rost für 400 Mrd. Dollar – Zerfall der UdSSR stutzt F-35 die Flügel

4. November 2017

Mechaniker prüft F-35 der US-Luftwaffe vor dem Start (Archivbild)

Der Kampfjet F-35 ist das teuerste Projekt in der Geschichte der Luftfahrt. Selbst der Stealth-Bomber B-2 hat kleinere Löcher ins Pentagon-Budget gesprengt als der neueste Jäger der US-Amerikaner. Das liegt auch am Zerfall der Sowjetunion, schreibt das Portal „rueconomics“.

Die Maschine ist einfach überlastet – mit „neuester und modernster“ Technik, die bislang weniger das Flugzeug selbst als seine Kosten in die Höhe treibt: 150 Millionen Dollar muss das Pentagon pro Maschine zahlen, die Betriebskosten und die Bewaffnung noch gar nicht eingerechnet. Über den Einsatzwert dieses Grünschnabels streiten Experten indes bis heute.

Die Entwicklung der F-35 hat das Pentagon bislang über 400 Milliarden Dollar gekostet, gab US-Präsident Trump unlängst bekannt. Von einer robusten Einsatzreife des „supermodernen“ Kampfjets kann dennoch keine Rede sein, so das Portal.Langsam aber sicher wird die F-35 von dem angekündigten „technologischen Durchbruch“ zu einem unverbesserlichen Problemfall. Ein Zufall ist das sicherlich nicht, vielmehr der Ausdruck einer tiefen Systemkrise – die nicht zuletzt auch durch den Zerfall der Sowjetunion verursacht wurde, sagte der Militärexperte Alexej Leonkow gegenüber dem Portal.

„In den Jahren des Kalten Krieges war die US-amerikanische Rüstungsindustrie technisch auf sehr hohem Stand. Die Führung der Sowjetunion war darüber natürlich zutiefst besorgt. Deshalb entstanden in der UdSSR sehr viele verschiedene Waffenmuster“, so der Experte. „Als der Kalte Krieg mit seinem Wettrüsten zu Ende war, änderten sich auch die Spielregeln.“
Die US-Rüstungsindustrie habe sich gänzlich restrukturiert. „Wo einst die Entwicklung hochmoderner und zuverlässiger Waffensysteme das oberste Ziel war, herrschte auf einmal ein ganz anderer Ansatz: Die Rüstungsindustrie der Vereinigten Staaten ist heute nichts anderes als eine lukrative Geldquelle für US-Konzerne. Geld verdienen – das ist ihr Grundsatz“, erklärt der Analyst.

Seit diesem Paradigmenwechsel „entstehen in den USA alle möglichen Mega-Projekte mit himmelhohen Kosten. Ein schillerndes Beispiel dieses Geschäftsmodells ist eben der neueste Kampfjet F-35“, so Leonkow.Anfangs sei das Projekt noch interessant und vielversprechend gewesen: „Verkürzte Starts und senkrechte Landungen ermöglichen es, das Flugzeug bei allen Truppengattungen der US-Streitkräfte einzusetzen“, erklärt der Fachmann. „Als das Flugzeug dann in Dienst gestellt wurde, ist klargeworden, dass die Wirklichkeit eine ganz andere ist als die Versprechen in den Image-Filmen der Entwickler.“

All die 250 Maschinen, die die US-Streitkräfte erhalten haben, seien „halbgar“ und „unausgereift“.

„Erst die Riesenprobleme mit der Elektronik und der Sauerstoffversorgung der Piloten – dann stellt sich heraus, dass das Flugzeug keine Belastungen aushält und faktisch auseinanderfällt“, sagt der Militärexperte.

Dass jetzt auch noch der Rumpf rostet, bestätige nur, was zahlreiche Experten in den USA schon immer gesagt hätten, so Leonkow: „Die Korrosion zeigt, dass die Hauptelemente des Rumpfs Fehler aufweisen. Und das ist eine ernste Sache.“ Es zeige sich wieder einmal, dass die F-35 eher ein Papierflieger denn ein einsatzreifes Projekt ist.

„Es wird auch deutlich, dass Rüstungssysteme aus den USA eindeutig überwertet sind.“ Überhaupt seien US-Waffen in erster Linie ein Geschäft, mit dem Washington auch bei seinen Verbündeten Geld mache.

Quelle: https://de.sputniknews.com/technik/20171103318157465-f-35-rost/ 

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