Startseite > Aktion, Historisches, Kommentar, Leserbeitrag/tipp, Politik > Entführung des Flugzeugs „Landshut“ und deren erfolgreiche Befreiung vor 40 Jahren

Entführung des Flugzeugs „Landshut“ und deren erfolgreiche Befreiung vor 40 Jahren

18. Oktober 2017

Die Entführung des Flugzeugs „Landshut“ (Boeing 737-200 der Lufthansa) durch vier palästinensische Terroristen am 13. Oktober 1977 und die erfolgreiche Befreiung der Geiseln durch die GSG-9 am 18. Oktober 1977 waren Teil des Deutschen Herbstes. Das Ereignis stand in engem Zusammenhang mit der Schleyer-Entführungin der Bundesrepublik Deutschland durch die Rote Armee Fraktion (RAF), mit der inhaftierte RAF-Terroristen freigepresst werden sollten. Die Geiselbefreiung in Mogadischu gilt als das auslösende Moment für die Todesnacht von Stammheim, die wiederum die Ermordung Hanns Martin Schleyers zur Folge hatte.

Befreiung durch die GSG 9

Somalia befand sich in dieser Zeit in einem kriegerisch ausgetragenen Konflikt mit Äthiopien. Wie das Nachbarland bezog es seine Waffen aus der Sowjetunion. Um die Auseinandersetzung zu gewinnen, war es an einer Annäherung an den Westen und westlichen Waffenlieferungen interessiert, die bis zur Landshut-Entführung jedoch abgelehnt wurden.[9] Das Land galt gleichzeitig als palästinenserfreundlich, was ein Grund der Entführer gewesen sein mag, nach mehreren Landeverboten anderer Staaten Mogadischu anzufliegen. Somalias Präsident Siad Barre wurde über die Nationalität der Entführer getäuscht und in dem Glauben gelassen, es handele sich um drei Deutsche und einen Palästinenser. Ferner wurde ihm die Lieferung von Waffen in Aussicht gestellt. Daraufhin stimmte er einer „Joint Operation“, also einer gemeinsamen Befreiungsaktion, zu.[10]

Mitglieder der GSG 9 des BGS auf dem Flughafen Köln/Bonn beim Verlassen der Lufthansa-Sondermaschine „Stuttgart“ am 18. Oktober 1977

Am 18. Oktober um 00:05 Uhr MEZ stürmte das GSG-9-Kommando unter Führung Ulrich Wegeners in der Operation Feuerzauber die in Mogadischu gelandete Landshut. Während der siebenminütigen Aktion wurden drei der vier Geiselnehmer getötet, lediglich Souhaila Andrawesüberlebte. Außerdem wurden ein GSG-9-Mann sowie die Stewardess Gabriele Dillmann verletzt. Um 00:12 Uhr MEZ konnte der mitgereiste Staatsminister Hans-Jürgen Wischnewski dem damaligen Bundeskanzler Helmut Schmidt den erfolgreichen Abschluss der Aktion melden.[11]

Es wurde immer wieder behauptet, an der Operation seien auch zwei Angehörige der britischen Spezialeinheit SAS sowie indirekt ein somalisches Ranger-Bataillon beteiligt gewesen. Wegener dementierte dies zuletzt in einem Interview mit der Welt vom 13. Oktober 2007.[12] Darin spricht er davon, dass ihm von der SAS sowohl planerische Unterstützung als auch neu entwickelte Blendgranaten angeboten worden waren. Er entschloss sich jedoch nach einem Test der Granaten in Dubai, diese nicht im Flugzeug zu verwenden. Ebenso lehnte er die vom SAS vorgeschlagene Taktik zugunsten eigener Überlegungen ab, d. h., der Zugriff erfolgte über alle Ein- und Ausgänge der Maschine und nicht bloß über einen Zugang….

Quelle und komplett: https://de.wikipedia.org/wiki/Entführung_des_Flugzeugs_„Landshut“

  1. Kleiner Grauer
    18. Oktober 2017 um 11:31

    Ach was; vor 40 Jahren ist in China ein Sack Reis umgefallen! Heute gibt es Hartz IV, Tafeln, Überfremdung, Pleiteunion und 100% Überwachung, mit Meinungskontrolle der Bevölkerung. UND daaaaa kommt hier, daß vor 40 Jahren in China ein Sack Reis umgefallen ist, der nicht umfallen sollte und in dem gar kein Reis aus China war!!!

  1. No trackbacks yet.
Kommentare sind geschlossen.
%d Bloggern gefällt das: