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Illusionstheater: Nord-Korea und der Dritte Weltkrieg

Illusionstheater: Nord-Korea und der Dritte Weltkrieg

Bekanntlich hat dieses kleine, unbedeutende und von nicht wohlgesonnenen Ländern umgebene Land, nach diversen und teils gar erfolgreichen Raketentests, unlängst einen unterirdischen Bombentest abgehalten. Dieser sorgte auf der ganzen Welt für politisch-mediales Unbehagen und bot erneut eine perfekte Gelegenheit zur scheinheiligen Ablenkung von wirklichen Problemen.

Offiziellen Pressemitteilungen nach soll es sich dabei um eine Wasserstoffbombe mit einer Sprengwirkung von über 100 Kilotonnen gehandelt haben, was natürlich ein Riesenproblem ist, denn der Finger am Abzug gehört niemand anderem, als dem “irren Kim“. Die Daily Mail verbreitet Angst und Schrecken und warnt vor einem alle Elektronik grillenden elektromagnetischen Puls (EMP) über Nord-Amerika und die üblichen US-Katastrophenpornoseiten greifen dieses Thema nur allzu gerne auf und warnen eindringlichvor den möglichen katastrophalen Folgen.

Was uns hier wieder einmal im globalen Illusionstheater vorgespielt wird, entbehrt jeder Logik und wird von den LeiDmedien wie selbstverständlich nicht hinterfragt. Wozu auch? Schließlich besteht deren Auftrag darin die Völker in Angst zu halten und abzulenken, denn dies ist der einzige Weg, auf dem sie überhaupt noch halbwegs unter Kontrolle gehalten werden können.

Schaut man sich die Gemengelage nüchtern und mit gesundem Menschenverstand an, so ergeben sich nicht nur eine große Anzahl an unbeantworteten Fragen. Es lässt sich auch durchaus schlussfolgern, dass der Druck im Kessel an einem Punkt angekommen ist, an welchem nur noch mit drastischen Maßnahmen der Deckel gehalten werden kann.

Nord-Korea hat mit einer Fläche von 120.000 km² gerade einmal ein Drittel der Ausdehnung der BRD. Es ist eingekesselt von China, dem US-amerikanischen Vasallenstaat Süd-Korea und hat eine knapp über 30 km lange Grenze zu Russland:

Das Land hat 25 Millionen Einwohner und ist verhältnismäßig hoch gerüstet, mit 1,3 Millionen aktiven Soldaten und zusätzlich 4,7 Millionen Reservisten. Folglich ist ein Viertel der Bevölkerung im Angriffsfall verteidigungsfähig, sofern die Zahlen stimmen.

In einem konventionellen Krieg wäre jeder Gegner politisch gesehen auf verlorenem Posten, denn Nord-Korea hat “Heimvorteil“ und die Opferzahlen unter den Invasoren wären für jeden Angreifer innenpolitisch untragbar. Selbstverständlich ist dies auch dem US-Präsidenten Donald Trump bekannt, welcher ohnehin unter der Überdehnung seiner Streitkräfte leidet und zudem ein massives Finanzierungsproblem hat (der 30. September 2017 lässt grüßen).

Folglich wird alles erdenklich Mögliche getan, um einen nuklearen Angriff Nord-Koreas auf das US-Festland oder den US-Stützpunkt Guam oder den US-Vasallen Japan oder … herbeizureden. Bombentests werden zu Wasserstoffbomben (was stimmen mag oder auch nicht), Raketentests werden zu ICBMs, also Langstreckenraketen, welche praktisch die Ganze Welt in Brand setzen könnten.

Tatsache ist, dass Nord-Korea nicht einmal über eine wirkliche Langstreckenrakete verfügt (!), welche in der Lage wäre eine nukleare Nutzlast über die USA zu befördern. Und selbst wenn, würde “der irre Kim“ dies tun und sein Volk im Gegenzug dafür braten lassen? Wenn er doch, wie allgemein immer betont, eine Bombe in die USA bringen kann, wieso sollte er sie dann 100 km über dem Boden zünden und eine EMP-Welle auslösen, anstatt eine Millionenstadt wie Los Angeles dem Erdboden gleichzumachen?

Dieses ganze Theater ergibt in dieser Form einfach keinen Sinn. Also muss es andere Gründe geben, warum dieses Narrativ dermaßen massiv beworben wird. Ein durchaus denkbares Szenario dürfte sich in der Schlussfolgerung finden, dass Nord-Korea sich des gewünschten und geforderten Kniefalls vor dem Imperium verweigert, wie es auch andere Länder in der Vergangenheit getan haben.

Afghanistan, der Irak, Libyen und Syrien verfügten zum Zeitpunkt des imperialen Einmarsches nachweislich nicht über Atomwaffen, also mussten chemische Kampfmittel oder angebliche Gräueltaten der Landesführungen als Begründung herhalten. Beim Iran ist man sich offenbar im Unklaren darüber, ob Atomwaffen verfügbar wären, zumal die Distanz nach Israel recht überschaubar ist, was der Grund sein dürfte, warum das Imperium bisher auf einen Einmarsch verzichtet hat.

Stattdessen wendet man sich also Nord-Korea zu und beschwört einen vermeintlichen Dritten Weltkrieg herauf. Diese ganze schlecht gemachte, furchtbare Inszenierung ist einfach nur lächerlich und es sei jedem geraten, seine Aufmerksamkeit auf wichtigere Themen zu lenken. Derer gibt es mehr als genug, nicht nur in den USA, sondern besonders hierzulande.

Alles läuft nach Plan …

Der Nachtwächter

***

Quelle: http://n8waechter.info/2017/09/illusionstheater-nord-korea-und-der-dritte-weltkrieg/

  1. 5. September 2017 um 15:56

    Vielleicht hat dieses Staatsoberhaupt nur einen Fehler – er spricht DEUTSCH !!!

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