Startseite > Enthüllungen, Kommentar, Lug&Trug, Manipulation, Militärpolitik, Nachrichten, Politik, Rechtslage > Korrupte Think-Tanks: Wie sich die Vereinigten Arabischen Emirate in die US-Außenpolitik einkaufen

Korrupte Think-Tanks: Wie sich die Vereinigten Arabischen Emirate in die US-Außenpolitik einkaufen

2. August 2017
Korrupte Think-Tanks: Wie sich die Vereinigten Arabischen Emirate in die US-Außenpolitik einkaufen
Die US-Außenpolitik orientiert sich maßgeblich an den Analysen und Empfehlungen etablierter Think-Tanks. Wie geleakte Dokumente zeigen, werden US-Denkfabriken wiederum von finanziellen Zuwendungen ausländischer Regierungen beeinflusst – in diesem Fall von den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) gelten als eines der repressivsten Regimes der Welt. Während die einheimische Opposition brutal unterdrückt wird, beteiligen sich die Emirate am Krieg gegen den Jemen und unterhalten dort mit US-Hilfe ein Netzwerk von Foltergefängnissen in den von ihnen kontrollierten Gebieten.

Dennoch wird das Emirat nur selten von den zum Washingtoner Establishment zählenden Think-Tanks kritisiert, die stattdessen dem US-Botschafter der Emirate, Yousef Al-Otaiba, häufig ein privilegiertes Forum bieten. Wie das sein kann, fragt sich The Intercept – und liefert die Antwort gleich mit: Wie geleakte E-Mails zeigen, erkauft sich das finanzstarke Emirat das Wohlwollen der einflussreichen US-Denkfabriken. The Intercept spielte eine wichtige Rolle beim Snowden-Skandal. Angehörigen des US-Militärs ist es untersagt, die Webseite der Internetplattform zu besuchen – von Rechnern des US-Militärs ist sie nicht erreichbar.

Gekaufte Meinungsträger 

Zur Einflussnahme der VAE auf die Meinungsträger in Washington schreibt The Intercept:

Die Dokumente offenbaren einen Einblick, wie ein kleines, ölreiches Königreich einen solch übergroßen Einfluss auf die US-Außenpolitik erlangen kann. Sie zeigen, wie der Botschafter der Emirate von Veteranen der Obama-Regierung begünstigt wird – einschließlich Hillary Clintons Wunschkandidaten für das Amt des Verteidigungsministers – und im Gegenzug hohe Geldbeträge bezahlt.

So erhielt das den Demokraten nahestehende Center for New American Security (CNAS) einen Betrag in Höhe von 250.000 US-Dollar für die Anfertigung einer Studie, die die Empfehlung aussprach, die Exportbeschränkungen für US-Militärdrohnen in die Emirate zu lockern. Die nicht für die Öffentlichkeit bestimmte Studie zirkulierte dann unter den politischen Entscheidungsträgern der USA und des VAE.

„Danke für den Bericht“, schrieb Otaiba daraufhin an das CNAS. „Ich denke, er wird helfen, die Debatte in die richtige Richtung zu lenken. Einige der Drohnenhersteller stoßen in dieselbe Richtung, also könnte dieser Bericht deren Argumente untermauern.“….

Quelle und weiter: https://deutsch.rt.com/nordamerika/55042-korrupte-think-tanks-wie-sich-vereinigte-arabische-emirate-us-politik-einkaufen/

  1. 2. August 2017 um 05:15

    Hat dies auf pinocchioblog rebloggt.

  2. 2. August 2017 um 08:47

    Hat dies auf 👽 INTERNETZEL rebloggt.

  1. No trackbacks yet.
Kommentare sind geschlossen.
%d Bloggern gefällt das: