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In Syrien und am Golf: US-Militär im Zangengriff der Anti-Terror-Achsenmächte

25. Juni 2017
Die USA beginnen zu begreifen, dass sie ihr Ziel eines Regimewechsels in Syrien nicht erreichen. Allerdings wollen sie den Einfluss der Achse gegen den Terror noch so weit wie möglich beschränken – vor allem, was den Iran betrifft. Dieser aber ist gewarnt.

von Jürgen Cain Külbel

Die Spannungen zwischen den USA und Russland sind nach dem Abschuss eines syrischen Jagdbombers vom Typ Suchoi Su-22 am 18. Juni 2017 und einer iranischen Drohne vom Typ Shaheed-129 UAV am 20. Juni 2017 auf einem vorläufigen Höhepunkt angelangt. Analysten wollen eine direkte militärische Konfrontation zwischen Moskau und Washington nicht mehr ausschließen.

Jedoch könnten sich mehrere militärtaktische Maßnahmen der Anti-Terror-Achsenmächte Iran und Russland, die auf syrischem Boden auf Einladung der legitimen Regierung den „Islamischen Staat“ (IS) bekämpfen, als strategischer Kunstgriff erweisen. Die damit verbundene militärische Finesse hat das Zeug dazu, die zweifelhaften Aktivitäten der USA, der westlichen Wertegemeinschaft und des mutmaßlichen Terrorfinanzierers Saudi-Arabien in der Region einzudämmen.

Militärtaktische Maßnahme 1: Erfolgreicher Einsatz iranischer Boden-Boden-Raketen in Syrien

Dem US-Verteidigungsminister James Mattis, ein Protegé des manifest russophoben republikanischen Senators John McCain, muss das Blut in den Adern gefroren sein, als Irans Revolutionsgarden (Sepah) am Sonntag, dem 18. Juni 2017, sechs Mittelstreckenraketen des Typs Zolfaghar punktgenau auf Stellungen des „Islamischen Staates“ im syrischen Deir ez-Zor abgefeuert hatten.

Stolz hieß es anschließend aus der Garde:

Das Kommandozentrum der Takfiri-Terroristen (IS) sowie Konzentrationspunkte und Logistik-Zentren, die für die Montage von Autos für Selbstmordattentate in der Region Deir ez-Zor im Osten Syriens genutzt wurden, hat die Islamische Revolutionsgarde […] angegriffen, um die Terroristen für den Doppelanschlag vom 7. Juni 2017 auf das iranische Parlament und den heiligen Schrein des verstorbenen Gründers der Islamischen Republik, Imam Chomeini, zu bestrafen.

Der PR-Offizier der Sepah ergänzte:

Eine Reihe von Mittelstrecken-Boden-Boden-Raketen, die von den Luftwaffenbasen in den Provinzen Kermanshah und Kurdistan Provinzen abgefeuert wurden, hatte in dieser Operation die Takfiri-Terroristen zum Ziel und zerschlugen diese mit tödlichen und vernichtenden Schlägen. Eine große Anzahl von Takfiri-Terroristen wurde getötet und deren Ausrüstung, Systeme und Waffen während der Operation zerstört.

Iran feuerte die Raketen als Vergeltung für die jüngsten IS-Terroranschläge in Teheran mit 18 Toten und 52 Verletzten ab. „Wir werden jeden Tropfen Blutes der unschuldigen Opfer von derart barbarischen Anschlägen rächen“, heißt es vonseiten der Sepah weiter. Unter den Getöteten sollen sich sechs Terroristen aus Libyen, mehrere Anführer der Terrormiliz IS, unter ihnen Abu Asem al-Liby und Abdolghader al-Ferani, sowie ein Schwiegersohn des möglicherweise bereits verstorbenen IS-Anführers Abu Bakr al-Baghdadi befinden….

Quelle und weiter: https://deutsch.rt.com/meinung/52996-in-syrien-und-am-golf/

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