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Krieg in der Ukraine: 24 Stunden an der Donbass Front

24. Juni 2017

Krieg in der Ukraine: 24 Stunden an der Donbass FrontAusschau nach dem Feind: Kämpfer der Volksrepublik Donezk an der Frontlinie.

An der Kontaktlinie zwischen der ukrainischen Armee und den Einheiten der Volksrepublik Donezk kommt es fast jede Nacht zu Gefechten. Daran ändert auch die Anwesenheit von OSZE-Beobachtern nicht. Für RT Deutsch hat sich Zlatko Percinic an die Frontlinie begeben.

von Zlatko Percinic

Nach zähem Ringen war es dann endlich soweit. Der lang erwartete Anruf des Kommandeurs des 4. Spetsnaz Bataillons der Armee der selbsternannten Volksrepublik von Donezk erreichte uns am Montagnachmittag. „Ihr könnt morgen kommen“, sagte Kommandeur „Fomitsch“ kurz und bündig, und gab gleich noch die Wunschliste von Waren auf, die sozusagen ein Tauschgeschäft und somit unsere Eintrittskarte in seine Welt darstellten. Fomitsch ist nicht sein richtiger Name, sondern sein nome de guerre, unter dem er weithin bekannt ist. Selbst sein Bataillon wird allgemein als „Bataillon Fomitsch“ genannt, was seinen rund dreihundert treuen Soldaten lieber ist, als die offizielle Bezeichnung.

Am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg zum Markt, um die Wunschliste des Kommandeurs abzuarbeiten: drei Kilogramm Schwarztee, fünfzehn Kilogramm Zucker, ein Kilogramm Instantkaffee für die „Nachtschicht“ und acht Zigarettenstangen. Damit war der Kofferraum des Wagens zusammen mit der Schutzausrüstung für uns bis zum letzten Kubikzentimeter aufgefüllt. Auf dem Markt gab es alles, was auf so einen Markt gehört: frische Lebensmittel, lokales und ausländisches Gemüse, Früchte wie bei uns im Supermarkt, Kleidung und Elektronikartikel. Der Handel funktioniert offensichtlich einwandfrei in der Volksrepublik von Donezk.

Etwa eine halbe Stunde später taucht auch unser Begleitfahrzeug mit zwei Männern des Bataillons auf, die uns zum Hauptquartier und der zugewiesenen Einheit führen sollen. Auf der Schnellstraße, die aus der Stadt Donezk hinaus in die Richtung von Gorlovka führt, begegnen wir noch einigen anderen Fahrzeugen, die es mehr oder weniger eilig haben, von der Schnellstraße wieder runterzukommen. Spätestens ab Jasinowata ist sowieso Schluss: ab dann gilt der Rest der Strecke als militärisches Sperrgebiet und wird auch entsprechend oft durch ukrainische Streitkräfte mit allen möglichen Waffengattungen bombardiert…..

Quelle und weiter: https://deutsch.rt.com/europa/52939-krieg-in-ukraine-24-stunden-an-der-donbass-front/

  1. feld89
    24. Juni 2017 um 23:45

    Hat dies auf volksbetrug.net rebloggt.

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