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US-Raketenwerfer bei At Tanf: „Aggression gegen Syriens Souveränität“

20. Juni 2017
Explosion nach dem Raketenwerferanschlag, Syria (Archivbild)

Der Einfluss und die Präsenz der USA in Syrien schwinden konsequent seit sechs Jahren, Russlands Rolle hingegen erstarkt, weshalb sich die Vereinigten Staaten jetzt direkt im Süden Syriens, nahe der Stadt At Tanf, einmischen. Dies sagte der syrische Militärexperte Hasan Hasan im Sputnik-Interview.

„Wo Terroristen nicht bekämpft werden müssen, stellen die USA Raketenwerfer auf. Natürlich ohne Absprache mit der syrischen Regierung. Das ist eine weitere Maßnahme der Aggression gegen die syrische Souveränität“, sagte der Militärexperte.

Dieses Vorgehen sei ein Signal: „Damit sagen die USA der ganzen Welt, allen voran Russland, dass sie das Völkerrecht nichts angehe. Sie selbst sind das Gesetz“, so der Fachmann.

Vor allem aber wollen die Vereinigten Staaten „die Grenze zwischen Syrien und dem Irak kontrollieren, um die Verbindung zwischen jenen zu kappen, die ihnen Widerstand leisten: zwischen Teheran, Bagdad, Damaskus, Jerusalem und dem Jemen“, sagte Hasan.

Dass die syrische Armee zur irakischen Grenze vorrückt, macht demnach die Pläne der USA zunichte. So kann Syrien nicht mehr vom Rest der Welt isoliert werden. Deshalb sei die Gegend nahe der syrischen Stadt At Tanf strategisch wichtig: „Dort, zwischen Syrien und dem Irak, befindet sich der Kontrollposten Al Waleed, der jüngst von den Rebellen zurückerobert wurde. Dieser Kontrollposten macht den Weg in den Irak und nach Jordanien frei“, sagt der Experte….

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