Startseite > Kommentar, Leserbeitrag/tipp, Militärpolitik, Nachrichten, Politik > Ein Wind des Laizismus weht in der islamischen Welt

Ein Wind des Laizismus weht in der islamischen Welt

14. Juni 2017

Donald Trumps Rede in Riad löste eine Welle von Stellungnahmen gegen den Terror und gegen den politischen Islam aus. Die arabische Welt drückt ihren Durst nach Säkularismus zum einem Zeitpunkt aus, wo dieser in Europa denaturiert ist und gegen die Religionen verwendet wird. Gegen diesen Aufschwung zur Freiheit organisieren die Briten das Lager des politischen Islams rund um den Katar, Iran, die Türkei und die Muslim-Bruderschaft.

JPEG - 26.7 kB
Wenig bekannt in der westlichen Welt, Sayyid Qutb (1906-66) ist der Bezugs-Denker des „politischen Islam“, d. h. vom Willen, die Gesellschaft und die Privatsphäre der Individuen zu organisieren, unabhängig von ihrer Religion, gemäß einer Interpretation des Islam. 1953 trat er der Muslim-Bruderschaft bei. Er reinigte die Ideologie von Hassan el-Banna von allen nationalistischen Elementen, um eine Lehre zu etablieren, die gegen alle kontextuellen Elemente unempfindlich ist. In 64 Jahren haben viele Muslime in der Welt die Spiritualität des Islam aufgegeben, um die ausschließlich politische Lehre von Sayyid Qutb anzunehmen. Seine Gedanken strukturieren alle dschihadistischen Gruppen.

Während der Kolonisation und während des ganzen Kalten Krieges verwendeten die imperialistischen Mächte die Religionen, um jegliche Opposition gegenüber ihrer Vorherrschaft zu ersticken. So beschloss Frankreich, das im Jahre 1905 ein wichtiges Gesetz über Säkularismus seiner Institutionen erließ, dieses sofort in den kolonisierten Gebieten nicht anzuwenden.

Heute wissen wir, dass der Arabische Frühling eine britische Initiative war, um die Muslim-Bruderschaft an die Macht zu hieven und damit die angelsächsische Vorherrschaft über den „Erweiterten Nahen Osten“ zu stärken.

Seit 16 Jahren beschuldigt der Westen zu Recht die Muslime, bei sich zu Hause nicht aufzuräumen und dort Terroristen zu tolerieren. Allerdings ist es jetzt offensichtlich, dass diese Terroristen von ebendenselben Westlern unterstützt werden, um die Muslime mittels des „politischen Islams“ zu beherrschen. London, Washington und Paris machen sich nie Sorgen über Terrorismus, außer wenn er vom „Erweiterten Nahen Osten“ übergreift und kritisieren niemals den „politischen Islam“, zumindest nicht bei den Sunniten.

Mit seiner Rede in Riad, am 21. Mai 2017, wollte Präsident Trump dem Terrorismus, der die Region verzehrt und der sich nun auch im Westen verbreitet, ein Ende setzen. Die Worte, die er benutzte, wirkten wie ein elektrischer Schlag. Seine Rede wurde als eine Erlaubnis ausgelegt, dieses System abzuschaffen….

Quelle und weiter: http://www.voltairenet.org/article196806.html

%d Bloggern gefällt das: