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Andrey Siwov, Verteidigungsattache der russischen Botschaft

3. Mai 2017

von Thomas Böttger

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Sehr geehrte Leser,
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letzten Sonnabend hatte ich Gelegenheit, einen Vortrag des Verteidigungsattaches der russischen Botschaft, Andrey Siwov, zu besuchen. Eine Zusammenfassung meiner Eindrücke möchte ich Euch hiermit vorlegen.
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Herr Siwov hat die offizielle Regierungspolitik zu tagespolitischen Entwicklungen dargelegt. Mehrfach hat er betont, wie nah wir an einer militärischen Eskalation mit wahrscheinlicher atomarer Apokalypse stehen. Er hat festgestellt, dass die Bedrohungslage selbst zu Zeiten des kalten Krieges nie so akut, wie heute war. Diese Meinung muss ich leider vollständig teilen.
Aus diesem Grund ist die russische Regierung nach seinen Worten deeskalierend tätig und versucht, einen bewaffneten Konflikt mit der Nato und ihren vertragsangehörigen zu vermeiden.
Diese Deeskalationstaktik ist derzeit eine Einbahnstraße. Die Nato verschärft die Situation täglich, wie jeder aufmerksame Beobachter selbst feststellen kann.
Er hat aber auch betont, das Russland nicht bereit ist, auch nur einen Meter weiter zurückzugehen. Was das für Europa bedeuten kann, sollte jedem klar sein.
Unter diesen Gesichtspunkten sieht die russische Regierung grundsätzlich davon ab, sich in innere Angelegenheiten fremder Staaten einzumischen. Diese Einmischung würde konfliktverschärfend wirken. Der Westen unterhält Nichtregierungsorganisationen in fremden Staaten und inszeniert Farbenrevolutionen. Der Umstand ist Russland bekannt. Man lehnt aber ähnliches Vorgehen für sich ab. Das klingt für oppositionelle hier nicht neu, ist ernüchternd, aber letztlich verständlich.
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Angesprochen auf das Interview von querdenken-tv mit Vladimir Schirinowski wurde gesagt, das es sich bei den gemachten Aussagen um Populismus handelt und nicht um den offiziellen Standpunkt der russischen Regierung. Herr Schirinowski ist nicht Teil der russischen Regierung.
Die von ihm getätigte Aussage, wenn das deutsche Volk um Hilfe bittet, werden wir helfen, ist also entsprechend zu werten.
Es gibt keinerlei Einmischung in innerdeutsche Angelegenheiten. Man ist aber künftig, wie auch in der Vergangenheit an der Zusammenarbeit mit jeder deutschen Regierung interessiert.
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Ich glaube, deshalb muss unser aller Ziel sein, schnellstmöglich eine deutsche Regierung zu bekommen, die sich einen Natoaustritt und dauerhafte Neutralität Deutschlands als wichtigstes Ziel auf die Fahnen geschrieben hat…..
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