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Putins Münchner Rede: Keiner wollte Warnungen hören – Doch nach 10 Jahren haben sich alle erfüllt

14. Februar 2017
putin-undChurchill in Fulton 1946, Martin Luther King in Washington 1953, Richard von Weizsäcker in Berlin 1985: ihre Reden schrieben Geschichte. Auch die Rede Wladimir Putins in München 2007 gehört dazu. Der russische Journalist Wiktor Marachowski erklärt, warum.

von Wiktor Marachowski

Sehr geehrte Leser!

Heute sind es genau zehn Jahre, die seit der Rede des Präsidenten der Russischen Föderation, Wladimir Putin, auf der Münchener Sicherheitskonferenz 2007 vergangen sind. Heute gilt sie als ein Wendepunkt in der Außenpolitik Russlands. Außerdem ist sie eine der sehr seltenen Fälle einer sich bewahrheiteten Komplexprognose im Bereich der Weltpolitik. Dem vollständigen Text des Auftritts sollte noch heute Achtung geschenkt werden. Erinnern wir uns aber an dieser Stelle an die Hauptaussagen der Rede:

1. Die monopolare Welt kam nicht zustande. Egal, wie sehr man versucht, diesen Begriff beschönigend zu umschreiben. In der Praxis bedeutet dies nur eins: Ein Zentrum der Macht, ein Zentrum der Kraft, ein Zentrum der Entscheidungsfindung. Das ist die Welt eines Herren, eines Souveräns. Und das ist im Endeffekt nicht nur für alle in diesem System verderblich, sondern auch für den Souverän selbst, denn es zerstört ihn von innen heraus.

2. Alles, was heute in der Welt geschieht, ist eine Folge der Versuche, solch eine Konzeption der monopolaren Welt auf globaler Ebene durchzusetzen. Und mit welchem Ergebnis? Einseitige, oft nicht einmal legitime Handlungen haben nicht ein einziges Problem gelöst. Vielmehr waren sie Ausgangspunkt neuer menschlicher Tragödien und Spannungsherde.

3. Die Dominanz des Faktors Gewalt in den internationalen Beziehungen löst in einer Reihe von Ländern den Drang nach dem Besitz von Massenvernichtungswaffen aus. Mehr noch: Es tauchten ganz neue Bedrohungen auf, wie der Terrorismus, die zwar früher schon bekannt waren, aber heute einen globalen Charakter annehmen….

Quelle und weiter: https://deutsch.rt.com/international/46459-warnung-putin-10-jahre-münchen-rede/


 

siehe auch: Botschafter a.D. Frank Elbe: Putins Rede in München war ein Weckruf
Wladimir Putin spricht auf der 43. Münchner Sicherheitskonferenz, 10. Februar 2007
Die spektakuläre Rede, die Wladimir Putin vor zehn Jahren auf der Münchner Sicherheitskonferenz gehalten hat, ist zwar im Westen weitestgehend auf Ablehnung gestoßen, in Russland gilt sie allerdings weiterhin als wegweisend. Der ehemalige Topdiplomat und Botschafter Frank Elbe bewertet Putins Rede als verpassten Weckruf.

Herr Elbe, vor 10 Jahren hielt Präsident Putin eine Rede vor der Münchener Sicherheitskonferenz, die von der westlichen Welt als schockierend empfunden wurde.   

Wie haben Sie diese Rede beurteilt?
Ich würde gerade in diesem Jahr einen Vergleich mit Luthers Thesenanschlag wagen, der ja nichts anderes war, als eine Einladung zu einer akademischen Disputation. So lud auch Putin in der Einleitung zu seiner Rede zu einem Streit über seine Thesen ein….

  1. 14. Februar 2017 um 12:27

    Lieber Herr Wiktor Marachowski, Sie sind sicher ein lauterer Mann, sie stehen ein für die Wahrheit, und genauso für die universelle Gerechtigkeit.

    Allerdings ist das mit der universellen Gerechtigkeit so eine Sache: denn, sie ist heikel. Immer. Denn, sie ist nicht interpretierbar. Denn, sie gilt für alle, und nicht nur für eine Partei nur ein bischen. Ganz egal, ob im Krieg, in der Nachkriegszeit, oder im sogenannten Frieden. Fangen Sie also endlich an, dem Deutschen Volke Wahrheit, Gerechtigkeit und somit Frieden zu geben – benennen Sie Ross und Reiter der russischen und/oder jüdischen Mörder am Deutschen Volke! Ihre Archive zeugen (auch) davon… lernen können sie hier tatsächlich von der BRD; auch wenn sie bis heute fremdgesteuert, und dem Deutschen Volke feindlich gesonnen ist… sie müssen ja nicht gleich soweit gehen, und die russische Volksseele töten, wie dies die BRD mit der deutschen getan hat!

    Und wenn wir schon dabei sind: hören Sie endlich auf, die gottverdammte BRD mit Deutschland gleichzusetzen.

    XXX

    P.S.
    Glauben Sie mir, wenn ich Ihnen versichere, daß ich sehr genau weiß, was „gottvedammt“ meint, und wozu es dient? Suchen Sie also schnellstens Gottesrat. Ihr christlich-orthodoxer Glaube, taugt noch am ehesten dazu – die Zeit läuft ab. Auch für Mütterchen Russland!!!

  2. 14. Februar 2017 um 19:54

    Hat dies auf Meinungsfreiheit rebloggt.

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