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Wer nutzt Presse und Justiz gegen Trump & Fillon?

13. Februar 2017

Thierry Meyssan

Wie kann man nicht verblüfft sein über die Ähnlichkeit der Feldzüge, welche versuchen Donald Trump und François Fillon zu erledigen? Wie kann man übersehen, dass diese beiden Männer, Persönlichkeiten von sehr unterschiedlicher Ideologie, die gleichen Interessen bedrohen?

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Sehr umfangreiche Presse-Kampagnen entwickeln sich in der westlichen Welt gleichzeitig gegen den amerikanischen Präsidenten Donald Trump und in kleinerem Maßstab, gegen einen Kandidaten der französischen Präsidentschaftswahl, François Fillon. Ersterem wird vorgeworfen, ein unverantwortlicher weißer Übermensch zu sein; dem zweitem, etwas begangen zu haben, das als moralischer Fehler eingeschätzt wird, der aber gesetzlich nicht strafbar ist.

Niemals hätte man sich vor nur einem Jahr solche Kampagnen gegen einen ehemaligen französischen Premierminister und noch weniger gegen den Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika vorstellen können.

Diese Feldzüge sind die zehn traditionellen Argumente der Kriegspropaganda, wie sie z. B. im Jahre 1928 von Lord Arthur Ponsonby (Falsehood in Wartime) beobachtet und dann von Professor Anne Morelli (Principes élémentaires de propagande de guerre) [Grundprinzipien der Kriegspropaganda] ausgeführt wurden:
- Wir bedauern diese Konfrontation mit einem Präsidenten in Amt (USA) und während eines Wahlkampfes (Frankreich).
- Die Herrn Trump & Fillon sind allein verantwortlich für das, was passiert.
- Die Herrn Trump & Fillon sind gefährliche Personen.
- Wir verteidigen eine edle Sache, die der Grundsätze unserer Verfassung (USA) und die der Gleichheit (Frankreich), während die Herrn Trump & Fillon sich nur um ihren persönlichen Reichtum kümmern.
- Die Herrn Trump & Fillon verhalten sich sehr schlecht. Der erste greift die Muslime an, der zweite ist ein Dieb. Natürlich haben auch wir Fehler gemacht, aber absolut nicht in diesem selben Maßstab.
- Die Herrn Trump & Fillon verwenden unorthodoxe Methoden.
- Die Herrn Trump & Fillon sind im Zusammenbrechen. Der erste wurde gerade von den Bundesgerichten desavouiert, der zweite durch die Umfragen.
- Künstler und Intellektuelle teilen unsere Empörung.
- Unsere Sache ist heilig.
- Diejenigen, die unsere Medien in Frage stellen, sind weder echte „Amerikaner“ noch echte Franzosen.

In beiden Fällen wird diese Kampagne von rechtlichen Schritten begleitet, die zum Scheitern verurteilt sind. Die erste zielt darauf ab, einen Erlass gegen Einwanderung zu annullieren, obwohl er völlig legal und verfassungsgerecht ist, die zweite, um polizeiliche Ermittlungen zu rechtfertigen, obwohl der Betroffene sich keiner Verletzung des Gesetzes schuldig gemacht hat. Diese Aktionen gedeihen also gegen jegliche Logik.

Wer ist nun in der Lage, die Medien und die Justiz gleichzeitig zu mobilisieren?…

Quelle und weiter: http://www.voltairenet.org/article195238.html

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