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Der Goldmann sagt… Krisen-Sommerpause?

Die Euro-Krise scheint eine Sommerpause einzulegen, für wie lange?

Dieser Goldmann befasst sich weniger mit dem untergehenden Euro, der derzeit gerade noch durch Markt-Manipulationen gehalten werden kann, als mehr mit der wichtigsten Front der Systemretter: dem Goldpreis.

Die Politiker in Europa wollen ihre Urlaube genießen und nicht wie bisher jeden Tag mit der eskalierenden Euro-Krise konfrontiert sein. Wie gut, dass ein Großteil der Akteure auf den Finanzmärkten auch auf Urlaub ist. Also scheint im Moment die Markt-Manipulation zur Stützung des Euro leichter zu sein. Aber jeden Sommer, meist im August und September bricht dann die Krise erneut mit voller Wucht los.

Die Situation ist weiter sehr kritisch

Dieser Artikel (einer von vielen) zeigt etwa die reale Lage des Bankensystems:
“Wegen Vernetzung: Schon die Schieflage einer Bank kann globalen Crash auslösen”:

Die ETH Zürich hat in einer bemerkenswerten Studie (hier das Original auf Nature) festgestellt, dass die internationalen Großbanken und Finanzinstitute bei Crash-Gefahr auf jeden Fall von den Notenbanken gerettet würden. Der Grund: Die Banken haben die Auflagen zur Erhöhung der Eigenkapitalquote genutzt, um sich untereinander noch stärker zu vernetzen. Das bedeutet, dass die wechselseitigen Abhängigkeiten so groß sind, dass auch schon der Crash eines vergleichsweise kleinen Instituts das gesamte System zum Kollabieren bringen würde. War es bisher eher die “too big too fail” Theorie, die bei den offiziellen Stresstests berücksichtigt wurde, zeigt sich nun: Der hohe Vernetzungsgrad würden dazu führen, dass die Schieflage einer einzigen Bank das ganze Finanzsystem zum Einsturz bringt.

Aus diesem Grund hat man in Europa bisher alle Banken gerettet, auch die Kleinen wie die IKB in Deutschland oder die Kommunalkredit in Österreich. Denn wenn nur eine Bank umfällt, reißt es weltweit alles um. Diese Bankenrettungen geschahen früher durch staatliche Bailouts. Jetzt sind die Staaten vielfach auch pleite und es geschieht durch pures Gelddrucken. So drucken etwa die nationalen Zentralbanken in der Eurozone beliebig viele Euros selbst, die EZB gibt ihren Segen dazu. Man nennt es ELA (Emergency Liquidity Assistance). „Emergency“ scheint in Europa derzeit weit verbreitet zu sein. So sind in ganz Südeuropa wie Spanien oder Italien die Banken real pleite – hervorgerufen durch die enorme Kapitalflucht aus diesen Staaten.

Vergesst die Euro-Rettungsschirme

EFSF und ESM, die mit so großen Mühen durch die Parlamente der Eurozone gebracht wurden, sind inzwischen hinfällig. Niemand braucht sie mehr, nachdem Gelddrucken die einzige Lösung für eine gewisse Zeit geworden ist.

Die ultimative Front ist das Gold

Im letzten Goldmann wurde bereits berichtet, dass die Großbanken das bei ihnen gelagerte Kundengold im großen Stil verkaufen, damit der Goldpreis noch unter Kontrolle gehalten werden kann. Und dass diese Tatsache jetzt öffentlich bekannt wird. Sobald die Kunden sich ihr Gold und Silber in größerem Stil ausliefern lassen, geht auch die Preisdrückung mit Derivaten zu Ende und das Finanzsystem kollabiert. Wir wissen leider noch nicht, wie lange man das noch hinauszögern kann.

Man kann nicht alles für ewig retten

Ich beende diesen Goldmann mit einem Zitat aus der militärischen Welt:

“Wer alles verteidigt, verteidigt nichts mehr.”

Gerhard Johann David von Scharnhorst 1755 – 1813

Derzeit versucht man im Finanzsystem alles, jede Bank und jeden Staat zu retten. Bis alles gemeinsam zusammenbricht. Noch diesen Sommer 2012?

Quelle Text: http://www.format.at/articles/1233/938/338385/der-goldmann-krisen-sommerpause

  1. 16. August 2012 um 13:47 | #1

    Reblogged this on Gerswind.

  2. 16. August 2012 um 21:15 | #2

    Zweiundzwanzig Monate Hysterie über einen bevorstehenden Finanzkollaps in Europa, der mit der Griechenlandkrise im März 2010 begann, werden 2012 ein Ende finden, sagt amerikanische Zukunftsforscher Gerald Celente
    http://www.politaia.org/politik/europa/gerald-celente-prognosen-2012/

  3. 16. August 2012 um 21:17 | #3

    http://www.politaia.org/politik/europa/gerald-celente-prognosen-2012/
    Zweiundzwanzig Monate Hysterie über einen bevorstehenden Finanzkollaps in Europa, der mit der Griechenlandkrise im März 2010 begann, werden 2012 ein Ende finden, sagt amerikanische Zukunftsforscher Gerald Celente

  4. Thulkraft
    16. August 2012 um 21:50 | #4

    Wie süß……Blub blub Goldmann-Sommerpause, es ist im “eigentlichen” Basis-Überschau-Schema, wie im Subjekt überhaupt,nichts Authentisches, sondern “Reize und Reflexbahnen, Einbahnung von Gewohnheiten und Geschicklichkeiten, Wiederholung, Fixierung, Einschleifung, Serie, Monotonie!” Lebendige Arbeit, Wertproduktion” wechselt . . . ebenso schnell wie “Aufklärung für des “Projekts der Moderne”und dieser Wechsel ist auf keine Sinnentwicklung beziehbar,die Sinnlosigkeit und das Leben als aufgeschobenen Gegenstrategie-sondern wie die scheinbar unbegrenzte Fähigkeit des Kapitalismus zur Absorption von Systemimmanenten-wixern ,Widersprüchen lenkt den postmodernen Blick weg von den klassischen Begriffsinventarien hin auf die phantasmagorische Seite der hochentwickelten “selbstgeschaffene Umwelt”Gesellschaften.

    Das ist nicht nur Symptom Verräterische parasiten, sondern auch mißlungener Versuch…..das Deutsche Reich endgültig von der Landkarte zu vernichten
    (Dank Rd,s)

    Es ist genau so wie ein Lump es sagte….

    Zitat: Gregor Gysi vergleicht die >>Euro-Krise<< mit dem ((Versailler Vertrag)) …

    Naaaa Klingels??

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